Akupunkturnadeln

Unsere SL-Akupunkturnadeln sind originale Nadeln der TCM mit Silberwendel- oder Kunststoffgriff. Die Akupunkturnadeln sind vierfach poliert und speziell für eine schmerzfreie Akupunktur silikonbeschichtet. Bei der Herstellung achten wir auf höchste Qualität. Sie erhalten unsere Nadeln in Stahl oder Gold, sodass sie auch für Allergiker geeignet sind. Je nach Wunsch können Sie die Akupunkturnadeln aus Stahl mit Silberwendelgriff, mit Kunststoffgriff oder auch mit Führungsrohr kaufen. Entscheiden Sie sich zwischen Dauernadeln und Einmalnadeln.

Akupunkturnadeln - Helfer in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM)

Die Entwicklung der medizinischen Therapieform der Akupunktur begann vor rund 200 Jahren in China. Der Begriff „Akupunktur“ ist lateinischen Ursprungs und setzt sich aus den Wörtern acus (=Nadel) und punctio (=Stechen) zusammen. In der asiatischen Vorstellung durchfließt die Lebensenergie Qi die Leitbahnen (Meridiane) des Körpers. Im Qi wirken die Anteile Yin und Yang. Sie sind lebenserhaltende gegenpolige Kräfte. Befinden sie sich im Gleichgewicht, ist der Körper gesund. Ist eine Kraft stärker oder schwächer, führt das zu Krankheit und Beschwerden. Die Akupunktur dient dazu, die Leitbahnen des Körpers und die in ihr wirkenden Kräfte zu harmonisieren.

Die chinesische Medizin geht von der Vorstellung aus, dass die Meridiane an vielen Stellen unter der Haut durch eine Nadel zu erreichen sind. Jeder einzelne Meridian bildet einen in sich geschlossenen Funktionskreis. Durch den Einstich der Nadeln an genau definierten Reizpunkten (Triggerpunkten) werden Haut und Nerven stimuliert. Betrachtet man die Meridiane auf einem Akupunktur-Ganzkörpermodell, stellt man fest, dass relevante Akupunkturpunkte vom eigentlichen Schmerzzentrum weit entfernt liegen können. Die Wirkung der Akupunkturnadeln lässt sich bei einer erfolgreichen Setzung als das sogenannte Di Qi Gefühl beschreiben, einem empfundenen Ziehen an der punktierten Hautstelle.

Wie wirken Akupunkturnadeln aus schulmedizinischer Sicht?

Aus schulmedizinischer Sicht ist über die Wirkungsmechanismen der Akupunktur wenig bekannt. Nach aktueller Studienlage wird davon ausgegangen, dass durch den Nadelstich ausgelöste Schmerzsignale an das Gehirn geleitet werden. Daraufhin kommt es zur Ausschüttung stimmungsaufhellender Hormone, die zu einer Schmerzlinderung führen und die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen. Neurowissenschaftler der der University of Rochester konnten 2010 eine erhöhte Menge an Adenosin im Gewebe in der Nähe der Nadelstiche feststellen. Adenosin ist ein Nukleosid, das eine Verlangsamung der Reizweiterleitung bewirken kann. Des Weiteren gibt es Konzepte die z.B. eine reflexartige Reaktion bei Anwendung der Akupunkturnadel als Erklärung zu Grunde legen.

Trotz der wissenschaftlich nicht vollständig untermauerten Mechanismen, belegen klinische Studien, wie zum Beispiel die GERAC-Studien (2002 – 2007) den Erfolg von Akupunktur. Man stellte fest, dass die Akupunktur bei Kniegelenksarthrose, chronischen Rückenschmerzen und anderen Krankheitsbildern in kürzerer Zeit erfolgreicher war, als konventionelle Behandlungsformen. Daher wird heute die Wirkung der Akupunktur auch in der Schulmedizin zunehmend anerkannt. Für bestimmte Indikationen übernehmen Krankenkassen bereits die Therapiekosten.

Welche Methoden werden in der Akupunktur unterschieden?

Die unterschiedlichen Methoden in der Akupunktur lassen sich hauptsächlich nach Körperregionen einteilen. Die Ohrakupunktur (Aurico-Therapie) wurde von dem französischen Arzt Paul Nogier (1908-1996) entscheidend weiterentwickelt und 1956 erstmals öffentlich vorgestellt. Er stellte fest, dass sich der Körper nahezu vollständig auf dem Ohr abbilden lässt und Wechselwirkungen mit den Organen und Bereichen des Körpers bestehen. Für die Ohrakupunktur werden oft besonders feine Akupunkturnadel verwendet. Damit können die Punkte am Ohr stimuliert werden, die mit dem betroffenen Organ oder der betroffenen Körperzone in Verbindung stehen. Gerne werden bei der Ohrakupunktur auch die ASP Ohrakupunkturnadeln oder auch Ohrsamen (Vaccaria) eingesetzt. Ohrsamen sind Samenkörner der Pflanze Vaccaria hispanica, einer Nelkenart, die auch Kuhnelke genannt wird. Diese werden, wie Ohr-Dauernadeln, mithilfe kleiner Pflaster auf den Akupunkturpunkten befestigt. Im Unterschied zu den Nadeln stechen sie nicht in die Haut, sondern üben lediglich einen Druck auf die Reizpunkte am Ohr aus. Man verwendet sie für Patienten mit Nadelangst oder auch bei Kindern. 

Neben der Ohrakupunktur, die sich auf den Bereich des Ohres beschränkt, wird besonders häufig die Körperakupunktur angewendet. Sie ist die ursprüngliche Form der TCM. Der Begriff Körperakupunktur umfasst alle Bereiche des Körpers.

Auf der Suche nach dem richtigen Punkt

Um eine Übersicht aller möglichen Akupunkturpunkte und Meridiane des Körpers zu erhalten, ist ein sogenanntes Akupunktur-Modell zu empfehlen. Die Modelle dienen Patienten zur Veranschaulichung der Therapie. Der Behandler nutzt sie zur Orientierung und Findung der relevanten Punkte vor oder während einer Behandlung. Neben einem Akupunkturmodell kann bei der Suche nach dem richtigen Punkt auch ein Punktsucher unterstützen. Mit der elektronischen Version wird der elektrische Widerstand der Haut gemessen, wodurch sich der passende Akupunkturpunkt ermitteln lässt. Ein mechanischer Punktsucher findet durch Ertasten den richtigen Akupunkturpunkt. In unserem Produktportfolio bieten wir Ihnen beispielsweise einen kombinierten Massageroller mit Punktsucher mit einer 2 mm-Kugel auf der einen und einem Massageroller auf der anderen Seite an.

Eine neuere Methode ist die Schädelakupunktur aus Japan, bei der die Einstichpunkte ausschließlich im Bereich der Schläfe und der Stirn liegen. Auch hier gelten die Grundlagen der TCM. Der Anwendungsbereich beschränkt sich jedoch auf die Leitbahnen und Meridiane am Kopf eines Menschen. Hierbei sollten besonders feine Nadeln verwendet werden. Beim korrekten Einstechen einer Nadel und Treffen des richtigen Reizpunktes kann in diesem sensiblen Bereich ein Führungsrohr unterstützen, beispielsweise unsere Akupunkturnadeln mit Silberwendelgriff mit Führrohr.

Einsatzgebiete und Kontraindikationen

Auf einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebenen Indikationsliste wird Akupunktur für 28 Krankheitsbilder empfohlen. Am häufigsten wird Akupunktur zur Linderung chronischer Schmerzen eingesetzt. Wie bereits oben erwähnt ist die Wirksamkeit von Akupunkturbehandlungen bei Rücken- und Gelenksschmerzen unbestritten. Hier kann es zu einer langfristigen Linderung der Schmerzen kommen. Auch bei Heuschnupfen und Asthma wird die Behandlungsform oft eingesetzt. Generell scheint diese Therapieform bei Erkrankungen der Atemwege positive Wirkung zu zeigen. Ebenfalls auf der Liste der WHO ist auch die Behandlung in der Schwangerschaft zur Geburtsvorbereitung aufgeführt. Weiterhin empfiehlt die WHO die Anwendung bei vielen Formen von Allergien und Magen-Darm-Problemen. Auch Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen, Migräne und Tennisellenbogen können therapiert werden.

Abgeraten wird vom Einsatz der Akupunkturnadeln bei Gerinnungsstörungen, schweren psychischen Erkrankungen und unklaren Befunden. Grundsätzlich sollte für eine Akupunkturbehandlung ein geprüfter und erfahrener Therapeut gewählt werden. Die Kosten für eine Akupunkturbehandlung werden bei bestimmten Indikationen von einigen gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

Welche Akupunkturnadel ist für welche Behandlung geeignet?

Durch kulturell unterschiedlich geprägte Akupunkturmethoden haben sich verschiedene Nadeltypen etabliert. Sie unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit, Form und im Anwendungsgebiet. Neben der Materialqualität bestimmen der Punktionsort, das Alter und die Konstitution des Patienten sowie die geplante Stichtechnik des Behandelnden das Modell der Akupunkturnadel. Neben der Dicke von 0,2 bis 0,6mm unterscheiden sich die Nadeln auch in ihrer Länge von 1 bis 10 cm. Neben solchen klassischen Körperakupunkturnadeln, deren Nadelkörper in der Regel aus silikonbeschichtetem medizinischen Edelstahl besteht und wahlweise mit Plastik- oder Silber- oder Goldwendelgriff versehen sind, gibt es auch sogenannte Dauernadeln. Diese Modelle sind 2 mm lang und durch einen abgerundeten Kopf charakterisiert. Sie werden meist für die Ohr-Akupunktur verwendet und sind in unterschiedlichen Materialien – Stahl oder vergoldetem Edelstahl – erhältlich.

SL Akupunkturnadeln

Das Angebotsspektrum der SL Akupunkturnadeln umfasst dementsprechend verschiedenste Ausführungen in ausnahmslos höchster Qualität. SL Akupunkturnadeln sind vierfach poliert und werden steril und einzeln verpackt geliefert. Sie sind zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Die original chinesischen Produkte werden mit einem Silber- oder Goldwendelgriff und als allergiefreundliche Akupunkturnadeln mit farbigem Kunststoffgriff angeboten. Traditionell wurde die Akupunkturnadel für die TCM mit Silberwendelgriff hergestellt. Der Kunststoffgriff ist eine modernere Form ohne eine Veränderung der Wirkung bei der Akupunktur. Für ein erleichtertes Setzen, kann ein Führungsrohr verwendet werden. Im Führungsröhrchen ist die Akupunkturnadel enthalten, die zum Einstechen auf den Akupunkturpunkt gesetzt wird. Dadurch wird die Einstichstelle fixiert, die Nadel kann nicht verrutschen und es erfolgt ein sauberer Einstich an der gewünschten Stelle. Zudem enthält unser Produktsortiment Goldnadeln (vergoldete Nadeln aus medizinischem Edelstahl). Sie sind speziell geschliffen, wodurch der Patient den Einstich kaum spürt. Unsere Dauernadeln für die Ohrakupunktur – die ASP Ohrakupunkturnadeln aus Stahl oder ASP Ohrakupunkturnadeln aus Gold – werden nach dem Setzen mit einem atmungsaktiven Pflaster fixiert. Dauernadeln haben im Vergleich zur Einmalnadel eine andere Form und sind für eine längere Anwendung gedacht. Sie können mehrere Tage lang im Ohr verbleiben. Dadurch wird eine dauerhafte Stimulation erzeugt. Das Setzen der Nadeln ist für den Akupunkteur einfach in der Ausführung und für den Patienten nahezu schmerzfrei. Sie werden mit einem kleinen Applikator in das Ohr eingestochen und über einen Magneten kurz stimuliert. Die spezielle Form der Ohrnadel verhindert ein Verrutschen, das atmungsaktive Pflaster unterstützt lediglich die dauerhafte Fixierung.

Sie finden in unserem Shop eine vielfältige Auswahl an Produkten, von klassischen Akupunkturnadeln mit und ohne Führrohr über Akupunktur-Dauernadeln bis zu Akupunkturnadeln in Sondergrößen. Bestellen Sie ganz einfach online – gerne berät Sie unser Fachpersonal bei allen aufkommenden Fragen.

Wie wird eine Akupunkturbehandlung durchgeführt?

Bei der Durchführung der Akupunktur bestehen ebenfalls Unterschiede. In der Regel wird die Behandlung im Liegen, in seltenen Fällen aber auch im Sitzen durchgeführt. Voraussetzung für die Behandlung ist dabei die Entspannung des zu Behandelnden, damit die Nadelung reibungslos gelingt. Je nach Akupunkturbedarf wird die Nadel nach verschiedenen Methoden gesetzt, die sich in der Nadelführung und Einstichtechnik unterscheiden. Die Nadelung erfolgt mittels Daumen und Zeige- oder Mittelfinger entweder schnell oder langsam. Dabei befindet sich die Nadel üblicherweise senkrecht zu Mittel- und Zeigefinger, bei manchen Methoden jedoch auch parallel zu dem Zeigefinger. Das Setzen der Nadel erfolgt schräg zur Hautstelle, die Tiefe variiert dabei zwischen vier und fünf Millimetern. In dieser Position verweilt die Akupunkturnadel in der Regel etwa 20 Minuten im Körper. Bei der Ohrakupunktur, sprich beim Setzen einer Dauernadel, verbleibt diese bis zu einer Woche an der punktierten Stelle.

Welche Kombinationstherapien werden im Zusammenhang mit Akupunkturnadeln angewendet?

Zusätzlich zur Behandlung mit Akupunkturnadeln kann Moxa oder auch Moxibustion angewendet werden, eine Methode, die durch Wärme die Akupunkturpunkte reizt. Es gibt eine direkte und indirekte Form der Moxa-Behandlung. In Kombination mit einer Nadelung kommt die indirekte Moxa-Behandlung in Frage.  Dabei werden Moxa Hütchen zum Aufstecken auf der Akupunkturnadel angebracht. Sie erwärmen die Akupunkturnadel, sodass der bestehende Reiz auf die Akupunkturpunkte durch Wärme verstärkt wird. Auch unabhängig von der Akupunktur wird die Moxa-Therapie in der TCM angewendet. Die Moxa Hütchen, Kegel oder Zylinder werden zum Beispiel auf einer Ingwerscheibe auf der Haut abgebrannt. Durch diese Form von Moxa wird der Triggerpunkt indirekt stimuliert. Eine andere Form der indirekten Behandlung ist die Erwärmung der Haut mit Moxa-Zigarren. Dabei wird die Haut an einer betroffenen Stelle erwärmt, sodass der passende Akupunkturpunkt stimuliert wird. Diese Therapie ist im Vergleich zum Nadeln der Akupunkturpunkte sanfter, da auf den unangenehmen Nadelstich verzichtet werden kann. Durch die Moxa-Therapie werden die Gewebsdurchblutung und der Stoffwechsel angeregt, sodass sich die Organfunktion verbessert und das Immunsystem gestärkt wird. Patienten empfinden es als sehr wohltuend, wenn sich die Wärme vom Stimulationspunkt auf den Körper ausbreitet. Die Therapie mit dem glühenden Kraut ist auch angenehm, weil sie besonders schmerzarm verlaufen kann. Bei der direkten Moxa-Therapie wird das Beifußkraut direkt auf der Haut abgebrannt. Da diese Methode besonders häufig zu Verbrennungen der Haut führt, wird sie heute kaum noch praktiziert.

Auch bei der Elektroakupunktur handelt es sich um eine Form, die aus der TCM abgeleitet wurde. Sie kann unter Einsatz von Klebeelektroden entweder in Kombination mit Akupunkturnadeln oder alleine angewendet werden. Um Blockaden in der elektronischen Leitfähigkeit der Haut zu diagnostizieren und aufzulösen, werden Klebeelektroden an den Akupunkturpunkten aufgeklebt. Durch die Elektrostimulation wird ein Reiz ausgelöst, der vor allem zur Schmerzlinderung beitragen soll. Die Zellen und das Gewebe werden zu einer Selbstheilung angeregt. Eine Elektrostimulation wird häufig bei Schmerzen oder Allergien angewendet und zeigt nur selten Nebenwirkungen.

Die Stimulierung von Triggerpunkten kann ebenso durch das SL StarTape Cross-Patch erzielt werden. Es wird auf bestimmten Akupunkturpunkten fixiert und entfaltet eine ähnliche Wirkung wie Dauernadeln. Das Tape ist einfach anzubringen - im Vergleich zur Akupunkturnadel sorgt das Tape für eine lokale Wirkung, ohne dass ein Einstich stattfindet. Auch hierbei kann wie bei der Akupunktur der Punktsucher helfen, den richtigen Punkt auszuwählen. Für schmerzempfindliche Patienten bietet das Cross Tape eine passende Alternative zu der Behandlung mit einer Akupunkturnadel.

 

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